Lara Möllring über Geodäsie, Geburtstagskuchen und den Mut, nochmal von vorne anzufangen.
Lara Möllring kam 2020 direkt nach ihrem Geodäsiestudium in Bonn zur GI-CONSULT GmbH. Sie hat im Außendienst angefangen, sich auf 3D-Laserscanning und BIM spezialisiert und ist Projektleiterin geworden, bevor sie 2023 die Büroleitung in Köln übernahm. Lara lebt in Düsseldorf, ist in einer langjährigen Beziehung und hat vor kurzem einen Hund aus dem Tierheim aufgenommen. In ihrer Freizeit praktiziert sie Yoga, reist gerne und fotografiert wild lebende Tiere.
Lara, wenn dich jemand auf einer Party fragt, was du beruflich machst, was antwortest du?
Ich erzähle, dass ich den Standort Köln eines deutschlandweit agierenden Vermessungsingenieurbüros leite und dass wir Gleise, Bahnhöfe, Brückenbauwerke und Bahnübergänge vermessen und 3D-Modelle erstellen. Manchmal erkläre ich noch etwas zum kinematischen 3D-Laserscanning. Da sind ganz viele Leute technisch sehr interessiert und finden das alles spannend. So spannend wie es eben auch ist.
Hast du dich schon immer für Vermessung interessiert?
Ich habe zunächst Unternehmenskommunikation studiert und danach in der Medienbranche gearbeitet. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass meine Arbeit keinen wirklichen Mehrwert hatte. Ich habe mich neu orientiert und dabei hat mich der mathematische Aspekt und der gesellschaftliche Nutzen der Vermessung interessiert. In der Vermessung sehe ich einen echten Mehrwert: Bei GI-CONSULT verbessern wir die Infrastruktur und tun gleichzeitig etwas für den Klimaschutz.
Wie sieht ein typischer Tag bei dir als Büroleiterin aus?
Einen typischen Tag gibt es eigentlich nicht. Ich verplane den Außendienst mit Personen, Instrumenten und Fahrzeugen. Eine Besonderheit an unserem Standort ist, dass viele pendeln. Daher berücksichtige ich neben der fachlichen Qualifikation auch den Wohnort, damit die Fahrwege für alle passen. Dazu kommen Personalentwicklung, Einarbeitungen, Bewerbungsgespräche und Controlling. Im Januar sind wir in neue Büroräume umgezogen, da war viel zu organisieren. Und dann bin ich selbst noch Projektleiterin, u.a. für Großprojekte mit Schwerpunkt BIM und Ingenieurvermessung. Was mir dabei am wichtigsten ist: der Aufbau eines qualifizierten Teams, das gut zusammenhält. Ich leite das Büro jetzt seit drei Jahren und bin stolz darauf, wie gut uns das gemeinsam gelungen ist.
Welche persönlichen Eigenschaften helfen dir in deiner Position besonders?
Mir ist Integrität und eine klare Werteorientierung wichtig. Die Kolleginnen und Kollegen sind das Wertvollste, was wir haben. Deshalb müssen wir uns ernsthaft darum bemühen, gute Kolleginnen und Kollegen zu qualifizieren und zu halten. Das Leben ist kurz. Ich möchte, dass wir die Zeit, die wir bei der Arbeit verbringen, sinnvoll nutzen. Man muss einen Job machen, in dem man etwas bewegt und an dem man Freude hat. Sonst verschwendet man Lebenszeit. Wenn ich Probleme sehe, meckere ich nicht, sondern gehe sie an. Manche sind schnell gelöst. Andere brauchen Zeit. Aber die bin ich bereit zu investieren.
Was war bisher dein schönstes Erlebnis bei GI-CONSULT?
Ich nehme mir an meinem Geburtstag normalerweise frei. Einmal hatte ich aber an dem Tag eine berufliche Veranstaltung. Einige Kolleginnen und Kollegen wussten wohl Bescheid. Als ich ankam, war der Raum dekoriert, es wurden mehr Kuchen gebacken, als wir Leute waren, es gab ein Geschenk, eine Karte, Tischdeko, einfach alles. Abends waren wir beim Mexikaner. Vielen Dank nochmal an Anni, Martin, Sylvia, Paul, Robin und Tobias.
Wie förderst du dein Team, und was ist dir dabei besonders wichtig?
Mir ist es wichtig, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich jede einzelne Person bestmöglich entwickeln kann. Jede und jeder hat andere Ambitionen, andere Herausforderungen. Deshalb gehe ich individuell darauf ein. Ich überlege, was jemand konkret braucht, damit Fehler nicht wiederkehren, und erarbeite gemeinsam Lösungen. Wenn es Herausforderungen gibt, finden wir fast immer einen Weg. Unser Whiteboard ist dabei ein wichtiges Werkzeug.
Du bist auch im Betriebsrat aktiv. Was habt ihr in den letzten Jahren bewirkt?
Vier Jahre Betriebsratsarbeit liegen hinter uns. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir die Arbeitsschutzkleidung grundlegend verbessert haben. Wenn man täglich draußen arbeitet, macht Kleidung einen großen Unterschied. Das war ein gemeinsamer Weg mit vielen Meilensteinen.
Was sollte jemand wissen, der sich für den Standort Köln bewirbt?
Wichtig ist vor allem Motivation und Spaß daran, draußen zu arbeiten. Den Rest kann man bei uns lernen. Wir sind ein Team, das sich gegenseitig unterstützt, und genau solche Leute suchen wir. Und man sollte wissen, dass man hier etwas mit echtem Mehrwert tut und die Ergebnisse am Ende auch sieht. Ich habe zum Beispiel die Signale am Bahnhof bei mir um die Ecke abgesteckt. Außerdem habe ich im Außen- und Innendienst für ein Großprojekt gearbeitet, in dem ein großer Bahnhof erweitert und eine zusätzliche Strecke gebaut wird. Daran werde ich mich immer erinnern. Ich kann mich dort hinstellen und sagen: „Da war ich dabei.“
Lara, danke, dass du dir die Zeit genommen hast und so viel über dich und den Standort Köln erzählt hast.
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