Martin Büroleiter

Interview mit Martin Richter

Wie ein Schulpraktikum ihn zur Vermessung brachte und warum die Gleisvermessung schon sehr besonders ist.

Martin Richter ist 30 Jahre alt, lebt in Dresden und ist in der Region aufgewachsen. Nach seinem Bachelorstudium an der HTW Dresden startete er 2021 bei GI-CONSULT GmbH. Zunächst war er im Außendienst, dann in der CAD-Bearbeitung und später in der Projektbearbeitung für die „Digitale Schiene Deutschland“. Seit Juli 2025 leitet er bei uns das Dresdner Büro.

Was hat dich ursprünglich zur Vermessungstechnik, insbesondere zur Gleisvermessung, geführt? Gab es ein Schlüsselerlebnis?

Mein Schulpraktikum in der 9. Klasse war in einem Vermessungsbüro, ganz zufällig, weil meine Oma in der Nähe wohnte. Das hat mich fasziniert und nach dem Abi war klar: Das will ich machen.

Was war dein „Indiana-Jones-Moment“ in der Vermessung, eine besonders abenteuerliche oder ungewöhnliche Situation auf oder neben den Gleisen?

Man kommt an Orte, die sonst tabu sind. Einmal saß ich hinter einem Bahnhofsgebäude, hab auf die GNSS-Messung durchgeführt und dabei den Sonnenuntergang beobachtet. Das war schon besonders. Natürlich steht die Sicherheit in jedem noch so schönen Moment an erster Stelle.

Wie hat sich die Technologie in der Vermessung während deiner Karriere verändert? Welche Innovation hat dich am meisten beeindruckt?

Im Studium war vieles noch Handarbeit. Das war gut zum Lernen. Heute geht vieles digital und schneller, besonders das Scanning mit Systemen wie der MX9. Die Kombination aus Videodaten, Punktwolken und GNSS ist beeindruckend. Trotzdem: Für höchste Genauigkeit sind klassische Geräte oft noch besser, aber eben viel langsamer.

Welche Themen möchtest du in deiner neuen Position als Büroleiter besonders in den Blick nehmen und warum?

Jens Kühn hat den Standort Dresden viele Jahre sehr erfolgreich geführt. Nun übernehme ich ein eingespieltes Team. Das wird eine spannende neue Aufgabe. Aber ich denke, dass alle meine Kolleg*innen mir das notwendige Vertrauen entgegenbringen. Mir sind folgende Dinge besonders wichtig: Personalförderung und Prozessoptimierung. Fairness und Gleichbehandlung stehen für mich ganz oben. Ich habe dazu viel in Leadership-Seminaren gelernt und freue mich, das jetzt anwenden zu können.

Wie sieht ein typischer Feierabend bei dir aus? Hast du Hobbys, die einen Ausgleich zu deiner Arbeit an den Gleisen bieten?

Ich bin seit zwei Jahren verheiratet und wir machen viel gemeinsam. Wir haben zwei Katzen, die viel Aufmerksamkeit brauchen. Auf unserer Terrasse baue ich Gemüse an. Das entspannt mich. Sport gehört auch dazu: Radfahren, Laufen, Fußballspielen. Und ich bin Dynamo-Dresden-Fan seit Kindertagen.

Was verstehen deine Freund*innen und Familie am wenigsten an deinem Beruf in der Vermessungsbranche?

Die Technik hinter den Messgeräten, das bleibt für viele ein Rätsel. Den Ablauf verstehen die meisten, aber wie die Daten genau entstehen, ist schwer nachvollziehbar.

Was möchtest du jungen Menschen mitgeben, die sich für eine Karriere in der Vermessung, insbesondere im Umfeld der Bahn, interessieren?

Ein Teil des Jobs findet draußen statt und man ist oft an unterschiedlichen Orten. Ein Praktikum vor dem Studium hilft, sich ein Bild zu machen. Wer gerne praktisch arbeitet, kann mit einer Ausbildung starten. Wer eine Führungsposition anstrebt, sollte über ein Studium nachdenken. Aber auch mit einer Ausbildung kann man bei der GI-CONSULT Karriere machen.

Wichtig sind Durchhaltevermögen, Kommunikationsfähigkeiten und Spaß an der Sache – dann stehen viele Wege offen.

Ein tolles Schlusswort! Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, uns etwas über dich zu erzählen.

Wenn du dich für einen Beruf in der Vermessung interessierst, dann bewirb dich bei uns: Aktuelle Jobangebote finden | GI-CONSULT

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